Rekorde, Premieren und der nächste Schritt nach oben
Mit dem Ende der Saison 2025/2026 blickt der Frankenthaler Schwimmverein auf das erfolgreichste Wettkampfjahr seiner jüngeren Vereinsgeschichte zurück. Was bereits in den vergangenen Jahren begonnen hat, setzte sich in dieser Saison eindrucksvoll fort: mehr Meisterschaftsqualifikationen, mehr Medaillen, mehr Vereinsrekorde und so viele Teilnahmen an nationalen Meisterschaften wie niemals zuvor.
Insgesamt war der FSV auf 42 Wettkampfveranstaltungen in ganz Deutschland vertreten. Von den ersten Nachwuchswettkämpfen bis hin zu Deutschen Meisterschaften präsentierten unsere Sportlerinnen und Sportler den Verein auf höchstem Niveau. Besonders erfreulich ist dabei, dass sich die Erfolge längst nicht mehr auf einzelne Athletinnen und Athleten beschränken. Vielmehr zeigt sich die kontinuierliche Entwicklung in allen Bereichen des Vereins – vom Nachwuchs über den Leistungssport bis hin zu den Masters. Die Breite und Qualität der sportlichen Arbeit wächst seit Jahren kontinuierlich und bildet die Grundlage für die zahlreichen Erfolge dieser Saison.
Saisonauftakt mit Rekord-Heimveranstaltung
Traditionell begann die Saison mit unserem 3. Nationalen Schwimmfest am 20. und 21. September 2025 im Frankenthaler Ostparkbad.
Bereits zum Saisonauftakt konnte der Verein einen organisatorischen Meilenstein feiern. Mit 1.740 Meldungen, verteilt auf drei Wettkampfabschnitte, war die Veranstaltung so groß wie nie zuvor. Insgesamt schickte der FSV 46 eigene Sportlerinnen und Sportler an den Start.
Der enorme Zuspruch zeigt die stetig wachsende Bedeutung unseres Wettkampfes. Für die kommende Saison wird das Schwimmfest deshalb erstmals auf vier Wettkampfabschnitte erweitert.
Eine Saison voller Meisterschaftserfolge
Auch sportlich setzte der Frankenthaler Schwimmverein in der Saison 2025/2026 zahlreiche Ausrufezeichen.
Bereits bei den Südwestdeutschen Kurzbahnmeisterschaften gehörte der FSV mit 41 Meistertiteln und Platz drei im Medaillenspiegel zu den erfolgreichsten Vereinen des Verbandes. Jay Kriengsakpichit stellte dabei über 50 Meter Schmetterling den 21 Jahre alten Altersklassenrekord der AK10 ein. Nur eine Woche später vertraten mit Klara Fußer, Jay Kriengsakpichit, Tim Hinkelbein und Mattis Harnau gleich vier Nachwuchstalente erstmals die Auswahl Rheinland-Pfalz beim Süddeutschen Jugendländervergleich, während Rico Sauer Teil des Trainerteams war.
Auch im Mannschaftssport konnten wichtige Meilensteine erreicht werden. Die A-Jugend gewann im Endkampf der DMSJ RLP/Saarland den Vizemeistertitel in der Besetzung Julian Müller, Jos Köhler, Maxim Avdonin, Markus Wald und Luka Dzijan Ein besonderer Erfolg war der Aufstieg unserer 1. Mannschaft in die Landesliga der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften. Dort messen sich die Sportler in der kommenden Ligasaison mit den besten Teams aus Rheinland-Pfalz. Gleichzeitig stellte der FSV erstmals eine zweite Mannschaft in der Verbandsliga – ein deutliches Zeichen für die gewachsene sportliche Breite des Vereins.
Bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften stellte der FSV trotz einer krankheitsbedingten Ausfallwelle mit 20 qualifizierten Sportlerinnen und Sportlern einen neuen Melderekord und gewann insgesamt 13 Landesmeistertitel, 14 Vizemeistertitel sowie sechs Bronzemedaillen. Gleichzeitig feierten zahlreiche Nachwuchssportler ihre Meisterschaftspremiere. Besonders erfolgreich verliefen die Mehrkämpfe für Merle Harnau (Rückenmehrkampf) und Jay Kriengsakpichit (Schmetterlingsmehrkampf), die jeweils den Rheinland-Pfalz-Titel errangen.
Auch auf süddeutscher Ebene setzte sich die Entwicklung eindrucksvoll fort. Jay Kriengsakpichit gewann bei den Süddeutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf zwei Goldmedaillen und war damit erfolgreichster Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz. Bei den Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften verdoppelte der FSV seine Präsenz im Vergleich zum Vorjahr deutlich und konnte 24 Einzelstarts sowie eine Mannschaft melden. Mattis Harnau sicherte mit Bronze über 50 Meter Rücken die erste Medaille des Vereins bei diesen Meisterschaften überhaupt.
Historische Premieren folgten schließlich im Juni auf Bundesebene. Jay Kriengsakpichit erreichte bei den Deutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf einen hervorragenden fünften Platz. Mit Aaron Frank qualifizierte sich erstmals ein Schwimmer des Frankenthaler Schwimmvereins für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und belegte dort über 200 Meter Freistil einen ausgezeichneten 14. Platz.
Auch die Masters sorgten auf nationaler Ebene für herausragende Ergebnisse. Bei den Deutschen Masters-Meisterschaften gewannen Andrea Krakau, Alexej Cherepnev und Karin Mader mehrere Titel und Medaillen, während die Staffel über 4 × 200 Meter Freistil mit Andrea Krakau, Christof Groh, Karin Mader und Alexej Cherepnev die Silbermedaille errang. Im Freiwasserschwimmen ergänzte Emilian Huber die Erfolgsbilanz mit zwei Süddeutschen Meistertiteln über 2.500 und 5.000 Meter Freistil.
Vereinsrekorde am Fließband
Ein Blick in die Rekordlisten verdeutlicht die außergewöhnliche Entwicklung des Vereins.
Allein auf der Kurzbahn wurden in der vergangenen Saison zehn der 18 MännerVereinsrekorde verbessert. Auf der Langbahn fielen sogar elf der 17 bestehenden Bestmarken. Auch im Frauenbereich wurde sowohl auf der Kurz- als auch auf der Langbahn ein neuer Vereinsrekord aufgestellt.
Eine derart umfassende Erneuerung der Rekordlisten unterstreicht eindrucksvoll die sportliche Entwicklung des Vereins.
Erfolgreiche Entwicklung aller Mannschaften
Der vielleicht wichtigste Erfolg der Saison lässt sich jedoch nicht allein an Medaillen oder Rekorden messen. Entscheidend ist die Entwicklung der gesamten Vereinsstruktur. Die 1. Leistungsgruppe unter der Leitung von Rico Sauer und Jan Köhler, seit April unterstützt von Ralf Welz, etablierte sich endgültig auf süddeutschem und nationalem Niveau und setzte zahlreiche sportliche Ausrufezeichen.
Ebenso erfreulich entwickelte sich die 2. Leistungsgruppe unter Tik Kriengsakpichit und Maike Harnau. Immer mehr Nachwuchstalente qualifizieren sich für Landes- und Süddeutsche Meisterschaften und schaffen den nächsten Schritt in Richtung Spitzensport. Gleichzeitig bildet diese Mannschaft das Fundament für die zukünftige erste Mannschaft.
Auch der Nachwuchsbereich machte enorme Fortschritte. Unter der Leitung von Fritz Vogel und Michael Koch erreichten bereits zahlreiche Kinder der Altersklassen 8 bis 10 die Qualifikationszeiten für die kommenden Südwestdeutschen Kurzbahnmeisterschaften. Gemeinsam mit Anja Koch, Heike Böttcher, Cornell Göbner und Lena Koch werden hier die Grundlagen für die sportlichen Erfolge der kommenden Jahre gelegt.
Ebenso wichtig für den Verein ist die positive Entwicklung der Breitensportgruppe unter Jörg Zengerle. Sie bietet Kindern und Jugendlichen eine Alternative außerhalb des leistungsorientierten Wettkampfsports und trägt maßgeblich dazu bei, möglichst vielen Mitgliedern langfristig Freude am Schwimmsport zu vermitteln.
Jede Trainingsgruppe leistet damit ihren eigenen, unverzichtbaren Beitrag zum Gesamterfolg des Frankenthaler Schwimmvereins. Die sportlichen Erfolge der ersten Mannschaft wären ohne die engagierte Nachwuchsarbeit ebenso wenig möglich wie ohne die kontinuierliche Arbeit aller Trainerinnen und Trainer in sämtlichen Bereichen des Vereins.
Fazit
Die Saison 2025/2026 markiert einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Frankenthaler Schwimmvereins. Noch nie zuvor waren so viele Sportlerinnen und Sportler auf Landes-, Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften vertreten. Gleichzeitig wurden zahlreiche Titel gewonnen, Vereinsrekorde verbessert, historische Premieren gefeiert und mit dem Aufstieg in die Landesliga ein wichtiges Mannschaftsziel erreicht.
Mindestens genauso bedeutend ist jedoch die Entwicklung hinter diesen Erfolgen. Der Verein verfügt heute über eine leistungsfähige Nachwuchsarbeit, starke Leistungsgruppen, erfolgreiche Masters und ein attraktives Breitensportangebot. Immer mehr Kinder und Jugendliche schaffen den Weg vom Anfängerschwimmen bis in den Leistungssport – eine Entwicklung, die das Ergebnis jahrelanger, kontinuierlicher Arbeit ist.
Ein besonderer Dank gilt deshalb allen Trainerinnen und Trainern, Betreuerinnen und Betreuern, Kampfrichterinnen und Kampfrichtern sowie den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die den Trainings- und Wettkampfbetrieb Woche für Woche ermöglichen. Ebenso danken wir allen Eltern für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen. Vor allem aber gilt unser Dank unseren Sportlerinnen und Sportlern. Mit ihrem Trainingsfleiß, ihrer Disziplin und ihrer Begeisterung haben sie diese außergewöhnliche Saison erst möglich gemacht. Gemeinsam freuen wir uns darauf, den eingeschlagenen Weg auch in der Saison 2026/2027 erfolgreich fortzusetzen.













